Blacklist eines Bloggers – es ist soweit

Blacklist eines Bloggers – es ist soweit

Blacklist für Agenturen und Co.

„Meine Gedanken sind frei“ – so sollten wir doch eigentlich jeden Tag auf dieser Erde leben. So bin ich auch der Meinung, dass mein Blog meine Meinung wiederspiegeln sollte und keine gekaufte oder gar vor diktierte Meinung. Das letzte Jahr 2018 habe ich für mich vor einigen Tagen Revue passieren lassen, da ich einiges nicht nochmals falsch machen wollte und ich mich entschieden habe, hier explizit genaustens nachzudenken, was korrekt war und was überhaupt nicht ging. Genau dies war auch der Anstoss zu diesem Blogpost, denn ich bin der Meinung es wird Zeit für eine Blacklist – eine Blacklist für Blogger.

Blacklist – was ist das eigentlich?

Kurz und knapp zur Erläuterung einer sogenannten Blacklist: diese existieren bei einigen Unternehmen und Agenturen. Hier stehen Blogger / Influencer darauf, die nach Meinung der jeweiligen Verantwortlichen  ihre „Arbeit“ nicht erledigt haben oder gar vielleicht einfach mal zu frech oder offen waren. Wie dem auch sei, solche Listen gibt es und ich weiss auch ich stehe bei dem ein oder anderen drauf, was mir wahrlich schnuppe ist, denn ich weiss das ich das Richtig getan habe und ich lasse mich nicht verbiegen, nur um nicht auf einer solchen Liste zu landen.

Jetzt ist Schluss – sagt endlich mal „ohne mich“. Wovor habt Ihr Angst?

Doch mal im Ernst, ihr lieben Blogger da draußen, wie oft hat ein Auftraggeber schon mal seine Rechnung bei Euch zu spät oder sogar gar nicht bezahlt? Oder wie oft wurden Euch „Dinge“ für ein Posting vordiktiert, so dass das Wort Authentizität einen ganz andere Bedeutung erhalten hat?

Ich könnte jetzt endlos so weitermachen, daher möchte ich ganz einfach auf den Punkt kommen und Euch die Frage direkt stellen: habt Ihr eine Blacklist? Genau Ihr habt richtig gehört. habt Ihr Euch schon mal hingesetzt und alle Agenturen und Unternehmen mal runtergeschrieben, vor denen man wahrlich alle anderen Kollegen/ – innen warnen sollte? Nein ist sicherlich die Antwort bei den meisten von Euch. Nur warum? Macht es um etwas zu ändern. Wir reden tagtäglich soviel in unsere Kamera bei den Instagram Storys, haben aber anscheinend wirklich vergessen wie der reale Dialog funktioniert.

Oftmals ist es auch nicht fremd, dass die Agenturen Ihre sogenannten Lieblinge haben. Mich würde es nicht wundern wenn diese sogar als Verteiler Namen LIEBLINGE erhalten haben, denn es ist schon sehr auffällig, dass genau diese Blogger IMMER, aber auch wirklich IMMER die Kooperationen erhalten. Newcomer haben doch da gar keine Chance! Wie soll man Erfahrungen und die ach so wichtigen Follower sammeln, wenn man von einer Agentur nicht gefördert wird. Wozu ist denn dann eine Agentur für den Blogger gut? Ich sehe hier nur die Vorteile für die Agentur und nicht für den Blogger.

Blogger = Geld

„Ah das tut uns Leid, leider haben wir derzeit kein Budget für diese Kampagne“ – na sowas schon mal von Agenturen gehört. Komischerweise hört man diesen Satz von 85 % der Unternehmen bei Direktanfragen NICHT. Auch dies hat mich wahrlich stutzig gemacht. Arbeitet die Agentur also für das jeweilige Unternehmen ehrenamtlich und fragt die Blogger also nur an, weil Sie das Produkt selbst so toll finden oder wie? Spass beiseite Leute, wir können in dieser Bloggerwelt nur etwas verändern, wenn wir nun endlich mal alle professionell an einem Strang ziehen.

Gemeinsam schafft man mehr.

An einem Strang ziehen- ABER WIE? Ganz einfach: einfach mal den Mund aufmachen. Sprecht mit euren Kollegen/ – innen; fragt Sie ob sie etwas vergütet bekommen haben für das Posting und überlegt Euch dann, ob Ihr dann so „blöd“ seid und es umsonst macht. Mensch das kann doch nicht Euer Ernst sein, dass Ihr Gratis Werbung macht und sogar Abmahnungen riskiert für ein Gratis – Produkt. Genau DAS zu tun, ist für mich NICHT professionelles Arbeiten. Professionelles Arbeiten ist auch mal NEIN zu sagen und auch mal zu Sagen dass nun SCHLUSS ist mit der Verarsche. Entschuldigt bitte meine Ausdrucksweise, aber das Thema bringt mich in Rage, denn es gehört zu meinem Arbeitsalltag mir über solche Dinge Gedanken zu machen.

Natürlich gibt es auch in meinen Augen A und B Kunden. Ich erläutere Euch ganz kurz an dieser Stelle, was dies für mich bedeutet. A Kunden sind Referenzkunden, mit einem sehr hohen Potential an Anerkennung auf dem Markt. Ihr bekanntheitsgrad ist sehr hoch und Ihre Pdoukte oder Dienstleistungen sind sehr Teuer und hochwertig, meist auch nicht für jeden erschwinglich. Diese Kunden bringen einen jedoch meist die B Kunden. B Kunden sind für mich die Kunden mit denen ich zusammenarbeite, da sie zu mir und somit zu meinem Blog passen. Man kann einfach sagen: wir haben hier ein 100 % iges Match. Sie haben ein Produkt, was ich mir sowieso gekauft hätte oder gar früher selbst gekauft habe und ich identifiziere mich mit dem Unternehmen. Dies sind die Kunden mit denen ich auch gerne langfristige Kooperationen durchführe. Am Ende gibt es dann noch die C Kunden. Diese sind Einmalkunden, die nur für eine kleine Kooperation (meist nur auf Instagram) mit einem zusammenarbeiten. Auch hier wähle ich sehr stark aus, mit wem ich zusammenarbeite. Früher habe ich das auch nicht gemacht, aber nun habe ich gemerkt, dass es mich nervt, selbst im Feed Dinge zu sehen, die ich vielleicht nur des Geldes wegen getan habe.

Getreu dem Motto: ich war jung und brauchte das Geld.

Blacklist – jetzt für alle Blogger

Ich habe mich jedenfalls in den letzten Tagen bzw. Wochen hingesetzt und habe meine persönliche BLACKLIST für Agenturen und Unternehmen runtergeschrieben und abgespeichert. Falls mich also jemand nach meinen Erfahrungen fragt, die ich mit der Agentur und den Unternehmen gemacht habe, sende ich Ihm nun jetzt gerne diese Liste zu. Es möge der ein oder andere nun sagen, dass ich das ganze vielleicht zu Ernst nehmen. Dazu kann ich Euch nur die Gegenfrage zurückgeben: „Nehmt Ihr Euren Job also nicht Ernst?“

Schluss mit der Hetzjagd untereinander, denn das ist NICHT der Feind.

Ich habe nun in 5 Jahren Bloggen einiges gesehen und ich muss sagen, dass sehr viele meiner Kollegen/ -innen ausschließlich nur über andere Blogger etwas zu meckern haben, was ich NICHT verstehen kann, dass dieses meckern sogar in vielen Instagram Storys nun einen festen Platz gefunden hat. Traurig diese Entwicklung und sicher auch mal einen Blogpost von mir wert, dies mal aus Sicht einer 39 Jährigen zu beleuchten. Sorry musste mal gesagt werden, gehöre ja zum alten Eisen bei Bloggern und bin halt nicht so fancy wie manch einer bei Instagram und fühle mich auch daher in letzter Zeit oftmals fehl am Platz auf der Plattform Nummer 1, namens Instagram.

Mut zur Blacklist

Ich möchte Euch einfach den Mut geben mit diesem Blogpost, Euch wirklich mal Gedanken zu machen, ob Ihr das dauerhaft mit Euch machen lassen möchtet. Stellt Euch vor, dies wäre Euer Arbeitsplatz und Euer Vorgesetzter sagt jeden Tag zu Euch „heute musst du wieder Überstunden machen aber die werden nicht bezahlt“; sagst Du dann nicht auch irgendwann NEIN ?!

 

 

Caroline
Caroline Kynast ist die Gründerin von CAROLINEKYNAST.com. Seit Ihrem Marketing Studium arbeitet Sie als Bloggerin und Freelancerin im Bereich Social Media Marketing.

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