Freunde – fürs Leben oder für den Moment

Freunde – fürs Leben oder für den Moment

Freunde und doch allein

Vielen Menschen brauchen ganz viele Menschen um sich herum, da sie sonst denken alleine auf der Erde zu sein. Vielleicht ist es auch das Gefühl nicht cool zu sein, wenn man in seiner Favoriten Liste vom Iphone nur eine handvoll Menschen abgespeichert hat. Lange habe ich genauso gedacht, eigentlich wenn man es genau nimmt bis ich 18 Jahre alt war. Dann zog ich von meinem damaligen Geburtsort im tiefsten Sauerland weg und ich war froh endlich alleine zu sein. Weit weg von den sogenannten Freunden, die ich danach nie wieder gesehen habe.

Freunde was ist das eigentlich? Freunde kommen und gehen, sind wie ein Lebensabschnittsgefährte der danch auch wieder weg ist wenn man Schluss gemacht hat. Schluss machen mit einer Freundin? Ja irgendwie tuen wir dies, auch sicherlich meist unbewusst. Wir melden uns ganz einfach nicht mehr oder man merkt das man sich ganz einfach auseindergelebt hat. Man passt einfach nicht mehr zusammen, aber dafür kommen neue Menschen, die einem wieder erneut ein Lächeln ins Gesicht zaubern und wenn man Glück hat ist es dauerhaft und nicht nur ein schneller Quickie in der Freundschaft.

Ein bisschen Freundschaft ist mehr wert als die Bewunderung der ganzen Welt. – Otto von Bismarck

Oftmals musste ich auch feststellen das die Freundschaft doch sehr einseitig war. Ich gab alles und nichts kam zurück. Kein Anruf, keine Whatsapp, die ja wahrlich keine Zeit in Anspruch nimmt. Auch bin ich ein Gegner von Horden – Freundschaften. Was das ist? Ganz einfach – mehr als ein Freundschaftspärchen. Die Zahl ab drei Personen erweckt bei mir einen Graus und ich bekomme einen Schauer auf dem Rücken der mich wahrlich zum brechen bringen könnte. Ich hasse es ganz einfach – drei sind IMMER einer zuviel. Glaubt mir, das kann nicht klappen und wenn dann steckt Ihr zurück und seid auch icht ehrlich zu Euch. Es gibt auch immer die Momente wo dich deine Freundin nervt und wenn du ihr dann nicht sagen kannst, wie ätzend du sie gerade findest, ja dann ist es nicht deine Freundin.

Ganz ehrlich, wenn wir oftmals soviel Energie aufwenden würden in unserer Beziehung mit einem Mann, wie in die Freundschaft, dann würden einige Ehen sicherlich länger halten oder gar besser laufen. Mich haben Freundschaften nicht nur Nerven gekostet, nein auch war ich oftmals sehr enttäuscht, es hat mich Geld gekostet und ich habe gemerkt dass diese Personen doch am Ende gar keine Freunde waren sondern nur sogenannte Lebensabschnittsgefährten, über welche man am Ende nur lacht. Das klingt hart? Nein finde ich nicht, denn wenn wir nun an dieser Stelle über einen Mann gesprochen hätten, hätten alle lauthals gelacht und genickt. Aber nun ja, wir sprechen gerade über die sogenannten besten Buddies namens Freundinnen. So ein Schwachsinn. Ich muss nicht jeden Tag mit jemanden abhängen um die Freundin zu sein, die dieser Mensch braucht. Nein  – ich muss ganz einfach da sein, wenn diese Person mich braucht. Und das heißt ganz einfach, dass ich im Umkehrschluss doch oftmals ganz alleine bin. Aber das ist auch nicht schlimm. So freut man sich auf die Menschen die man mag und man sie wieder sieht und man mit denen Zeit verbringen kann. Das ist für mich Freundschaft und nichts anderes. Vorallem wenn es fernab von meinem Job ist und ich mit den Personen ganz einfach über alltägliches sprechen kann. Auch oftmals ernste Themen, Themen die einen und die Welt beschäftigen.

Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns ganz genau kennen, und trotzdem zu uns halten. – Marie von Ebner-Eschenbach

Cool sein bedeutet nicht viele Freunde zu haben und somit ist man auch nicht cool wenn man viele Freunde hat. Oftmals vergessen dies viele und brüsten sich damit dass sie schon gar nicht wissen wo sie ihren Geburtstag feiern sollen, weil soviele Menschen doch kommen würden. Auch an dieser Stelle möchte ich kurz festhalten, dass ich bei solchen Aussgen auch brechen muss. Ist es nicht sogar eine Kunst vielleicht Freunde zu haben und diese langfrisig. Ich kann jedenfalls von mir sagen, dass ich eine handvoll Freunde habe, auf der ganzen Welt verteilt, so fern und doch so nah. Ich habe das Gefühl, dass sie immer bei mir sind ob auf Instagram, facebook oder per Whatsapp. Wir schreiben uns, telefonieren sporadisch und doch weiss ich im Inneren, dass sie mich nie vergessen werden.  Sie kennen mich mitunter sehr lange, vor dem Ganzen hier und einige davon habe ich erst durch den Blog kennengelernt. Doch dies war ganz am Anfang von Blog und Instagram. Da war man noch lange nicht der Hit in Tüten, war ganz am Anfang und einfach nur ein kleines Mädchen von nebenan, was seine Spiegelselfies postet.

Das erste Gesetz der Freundschaft lautet, dass sie gepflegt werden muss. Das zweite lautet: Sei nachsichtig, wenn das erste verletzt wird. – Voltaire

Mensch war das schön – so ganz einfach man selbst. Man hat sich kennengerlernt, einiges gemeinsam erlebt und so entstand Freundschaft. Genau sie ist gewachsen und war nicht von heut auf morgen da. Und diesen Fehler hatte ich einige Zeit gemacht. Ich dachte es wäre oftmals Freundschaft, aber es konnte keine sein, da sie nicht gewachsen ist. Freundschaft gedeiht wie eine Pflanze und hier müssen alle Parteien was zu tun, dass sie so gross wird, das man stolz sein kann das man sie hat. Ja genau dann ist es Freundschaft auf welcher wir uns unser ganzes Leben verlassen können, bis zu unserem Tode.

Diesen Post widme ich meinen Freundinnen Caro in London, Vera in Berlin, Nicole in Winterberg / Züschen, Rebecca in München und meinem Mann Arno.

 

 

 

Caroline
Caroline Kynast ist die Gründerin von CAROLINEKYNAST.com. Seit Ihrem Marketing Studium arbeitet Sie als Bloggerin und Freelancerin im Bereich Social Media Marketing.

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