Bikinifigur hin oder her – ich liege am Strand – PUNKT!

Bikinifigur hin oder her – ich liege am Strand – PUNKT!

Bikinifigur – ohne mich

Der Sommer ist da und schwups dreht sich um mich herum alles um Sport und Ernährung. Oh je, ich habe morgens schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich den Schritt zum Kühlschrank wage und diese offene, da höre ich schon das Teufelchen auf meiner Schulter sitzend sagen „Willst Du das wirklich tun?“ So ein Schwachsinn – getreu dem Motto ich habe doch eine Figur und ja ich habe auch einen Bikini so ergibt doch das ganze eine Bikinifigur. Spaß beiseite – das Thema Body nimmt doch wahrlich erschreckende Formen an. So empfinde eich doch beides als sehr befremdlich, einmal die Variante des „Ja ich stehe zu meinem Körper“ und die gegensätzliche Form „Ich empfinde meinen Körper als Scheiße“. Entschuldigt bitte an dieser Stelle den Ausdruck, doch muss manchmal muss man Dinge so aussprechen wie sie tatsächlich sind. Warum muss ich meinen Körper dauernd zu Schau stellen und mehrfach betonen, wie toll ich mich doch selber finde? Ganz ehrlich, glaubt mir das überhaupt jemand und viel wichtiger glaube ich das auch selber. Wenn man sich liebt bin ich mir sicher, so muss ich nicht mehrmals auf Instagram betone wie wundervoll doch mein weiblicher Körper ist. Versteht mich nicht falsch, aber ich bin ich jetzt unnormal weil ich das nicht tue oder liebe ich gar meinen Körper nicht, nur weil ich diesen doch normalen Körper nicht halbnackt auf Instagram zur Show stelle? Gerne würde ich es verstehen, warum sich alles immer um die Figur dreht. Warum jeder dieses Thema derzeit auf den sozialen Medien rauf und runter rattert und sich doch im Endeffekt ALLE mit Lightroom bearbeiten und sei es nur mit einem Preset, welches über das Foto gelegt wird.

Bikini + Figur = Bikinifigur

Doch Achtung nun schweifen wir doch etwas vom eigentlichen Thema ab, oder doch nicht? Nach kurzem überlegen muss ich doch sagen, dass es doch genau DAS dazu führt das ALLE Mädels denken, dass die Bikinifigur eine hagere Figur ohne Dehnungsschreiben und ohne hängenden Hintern und Cellulite sei. Früher waren es die Glamourzeitschriften die uns solch ein Bild der Frau darstellten, heute ist es ganz einfach das Mädchen von nebenan, welches als Instagram Sternchen in den sozialen Medien agiert. Die Entwicklung ist grauenhaft, denn das Instagram Sternchen erscheint uns so nah und daher suggerieren wir als Betrachter das es doch mega einfach sein muss, so aussehen zu können. Doch ist dies so einfach? Wir wissen es nicht und wissen auch tatsächlich nicht wie viel auf diesen Bildern doch tatsächlich real ist. Der Blick in den morgendlichen Spiegel zeigt uns die doch knallharte Realität. Doch wer sagt uns das diese Realität so schlimm ist? Warum sollte es schlimm sein Dehnungsstreifen zu haben? Oder gar einen Bauch? Muss ich heutzutage durchtrainiert sein, um erfolgreich zu sein?

Die Schönheit im Spiegel des Betrachters

Betrachten wir uns doch ganz einfach mal nackt vor einem Spiegel, ganz ohne Kleidung, so erweckt dies in sekundenschnelle in unserem Kopf, das Gefühl des Unwohlseins. Wir empfinden unseren eigenen Körper meist nicht als sexy, da wir ständig, aber auch immer wieder etwas neues fidnen, was angeblich nicht PERFEKT ist. Dass es das Wort PERFEKT beim Körper nicht geben kann, hat uns bis dato nie einer gesagt. Warum auch? Ein ganzer Industriezweig saugt aus diesem Gefühl des Unwohlseins im Körper Milliarden. Angefangen von den ganzen Skinny Tees die es auf Instagram stetig zu sehen gibt bis hin zu Abnehmdrinks oder wie es nun so schön auch heißt, Proteindrinks, denn Du darfst ja auch neue Bodybuilderin Queen werden, wenn es nach den Instagram Sternchen geht. Ja was denn nun? Wenn ich also nicht dünn sein kann, ja dann habe ich meinen Asch ins Fitnessstudio zu bewegen damit ich wenigstens unnatürliche Muskeln entwickel. Nichts ist NORMAL was wir tagtäglich auf Instagram sehen, alles ist nur noch gefakt, gestellt oder wie auch immer wir das nennen mögen. Ertschreckend an dieser ganzen Situation ist, dass genau diese Instagrammer so erfolgreich sind. Erfolgreich zu sein, weil ich mit dem schlechten Selbstwertgefühl der Follower Geld verdienen kann. Sie sprechen den Followern aus der Seele. Waren selbst vielleicht mal dicker oder haben gar mal Magersucht gehabt, und haben es ganz einfach mit kleinen Tees und Puder aus der sogenannten Body Hölle geschafft – also kannst auch DU es schaffen. Inzwischen Zeit wo DU denkst, warum passiert nichts bei mir, verdienen alle anderen Unmengen Geld daran, dass Du Dich einfach nur Kacke fühlst.

Schöhnheit beginnt in dem Moment, in dem Du beschließt Du selbst zu sein.

Sei Du selbst – das ist der Schlüssel und das einzige das funktioniert. Akzeptiere Dich so wie Du bist und schaue nicht nach rechts und links. Hole Dir bei Instagram Inspos zum Reisen, für Beauty oder Rezepte und Modeideen. Nur hole Dir dort nicht das falsche Bild eines Ideals einer Frau, welches in Realität so gar nicht gibt, sondern nur in dieser Instagramwelt. Auch ich musste lernen mich so zu akzeptieren wie ich bin. Dies hat ganze 25 Jahre gedauert. Mit nun 39 Jahren bin ich so wie ich bin zufrieden und akzeptiere meine Falten, Dehnungsstreifen und Co. So bin ich halt und so möchte ich auch sein – einfach nur Caroline.

 

 

Caroline
Caroline Kynast ist die Gründerin von CAROLINEKYNAST.com. Seit Ihrem Marketing Studium arbeitet Sie als Bloggerin und Freelancerin im Bereich Social Media Marketing.

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