OUTFIT | LONG VESTE JEANS FAKE FUR STYLE | Die Liebe zum eigenen Körper

OUTFIT | LONG VESTE JEANS FAKE FUR STYLE | Die Liebe zum eigenen Körper

Ich bin Caroline, 37 Jahre alt, bin gerade mal 1.58 m klein und fand mich schon immer zu dick. Was? Das denkt Ihr nun sicherlich, die hat Sie doch nicht mehr alle. Doch das habe ich schon immer gedacht. Viele die mich kennen denken „boah hat die ein Selbstbewusstsein und eine grosse Klappe, die ist immer so direkt.“ – ja klar das bin ich auch voll und ganz. So ist die kleine Caro zu 100% im realen Leben immer, aber man sollte mal hinterfragen warum ein Mensch so ist wie er ist. Es gibt im Leben immer einen Auslöser dafür welcher entscheidet bzw einen in seiner Entwicklung beeinflusst. Bei mir war es ebenso ein Fall. Als Kind wurde ich oftmals gehänselt weil ich so klein war und meine Beine doch dicker waren als andere. Schnell habe ich gemerkt das die Welt sich nur um Äußerlichkeiten dreht, das es wichtig ist was man an hat, wie man sich bewegt und ja wieviel man wiegt.

So wurde die Wage mit 18 Jahren mein bester Freund. Jeden Tag, jede Stunde und jede Minute habe ich nur daran gedacht was ich essen kann damit ich nicht zunehme. Mein damaliger Freund, welchen ich abgöttisch geliebt habe, hat mich mit einer nach der nächsten betrogen. Warum? Keine Ahnung, er konnte einfach nicht anders glaube ich. Nun gut ich habe es zu dieser Zeit persönlich genommen und dachte es liegt an mir. „Ich bin einfach zu fett.“ das habe ich mir morgends schon gedacht als ich aufgestanden bin. Also kam ich zu dem Enschluss ich esse einfach gar nichts oder eher gesagt ich habe mich von Red Bull und Bifi Roll ernährt. Ich kann mich noch daran erinnern als wäre es gestern. Die Pfunde schwindeten und als ich 45 kg wiegte war ich auf einmal total glücklich. Als noch 2 Kilos schwindeten hatte ich einfach nur starke Magenschmerzen so dass ich zum Arzt musste. Und ja das Ende vom Lied war ein Magengeschwür und neues Erlernen von bewussten Essen dank Ernäherungsplan über Jahre hinweg.

Und das alles nur wegen einer schwachsinnigen Wahrnehmung seines eigenen Körpers. Noch immer habe ich ein gestörtes Verhältnis zu meinem Körper auch wenn dies keiner denkt wenn er mich kennenlernt oder mich bereits kennt. Oftmals mag ich mich gar nicht ansehen. Was mir aber etwas geholfen hat meinen Körper doch ein stückweit zu akzeptieren so wie er ist, sind die Bilder die Sarah von mir knippst. Hier habe ich das Gefühl eine Person sein zu können die ich im realen Leben nicht sein kann. Trotzdem wieder angekommen zu Hause geht der erste Gang nach oben ins Badezimmer auf die Waage. Essen? Oh nein muss nicht sein, wenn ich es umgehen kann dann tue ich es nicht und wenn ich esse, bin ich kein Mensch der unmengen ißt.

Warum ich dann nicht Gertenschlank bin? Ja das ist doch wohl ganz logisch, oder?! Jeder intelligente Mensch weiß ja eigentlich das das NICHT – ESSEN genau das Gegenteil bewirkt. Der Körper denkt nämlich das man in einer Notsituation ist und geht erst gar nicht an die Fettreserven, sondern lieber an die Muskeln. Aber trotzdem bin ich so wie ich bin und kann einfach nichts an meinem Verhalten ändern. Esse ich mal viel habe ich ein schlechtes Gewissen am nächsten Tage und esse wieder vielleicht nichts.

Die Angst dick zu werden ist größer als der Hunger. Der Gang zum Seelenklempner? Keine Option für mich, denn ich bin der Meinung das bringt erst was wenn man dazu bereit ist was zu ändern. Das ist wie als ich aufgehört habe zu rauchen, das wollte ich zu 100 % und zack habe ich es ohne Probleme geschafft – weil ich den Willen hatte. Aber hier habe ich nicht den Willen aufzuhören mit meinem schwachsinnigen Verhalten zu meinem eigenen Körper. Ich weiss nicht warum, aber ich habe ihn nun einfach so akzeptiert wie er ist aber ich liebe ihn nicht.

Warum ich dann Blogger geworden bin? Weil ich es Liebe zu schreiben und weil ich gerne Mode trage. Ich finde dies keinen Widerspruch zu meiner gestörten Wahrnehmung oder Einstellung zu meinem eigenen Körper. Ich möchte vielmehr mit diesem Blogpost wiedermal zeigen das wir Blogger eigentlich auch nur Menschen sind, die weiß Gott NICHT perfekt sind, kein ach so tolles TRAVEL Leben haben und nur in 5* Hotels wohnen und einen Jetset nach dem nächsten haben. Nein es gibt zu 80 % Blogger die ganz normal sind, nicht operiert, keine 100 Gucci Taschen besitzen, keine falschen Wimpern haben und einfach nur in einer gemieteten Wohnung wohnen, wie jeder andere auch.

Die Realität liegt immer im Auge des Betrachtes – man muss nur oftmals genauer hinschauen um die Wahrheit zu erkennen.

© Photos TAGTRÄUME Sarah Greger | Location HOTEL INDIGO

*Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit NADJA KIESS entstanden.

Caroline
Caroline Kynast ist die Gründerin und Bloggerin hinter CAROLINEKYNAST , einem Fashion- und Streetstyle Blog aus Deutschland.

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