Workaholic

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Die Sucht nach Arbeit

Manche Leute lieben Schokolade, trinken gerne Bier oder haben sonst eine Art von Sucht die Sie befriedigt – bei mir ist es die Arbeit. Jetzt mal ehrlich wie krank ist das eigentlich?! Ich bin waschecht süchtig nach Arbeit. Oder warum betreibe ich einen Blog neben meiner Selbstständigkeit? Oder warum komme ich genau jetzt im Winter darauf das Blogloft Konzept wieder neu aufleben zu lassen? Als hätte ich nichts anderes zu tun – ist mir etwa langweilig? Nein, ganz und gar nicht – manchmal bin ich so platt vom Tag das ich tot auf die Couch um 20:00 H abends falle und um 20:30 H am schlafen bin. Ganz ehrlich das kann doch nicht normal sein! Daher bin ich zur Erkenntnis gekommen das ich nach Arbeit süchtig bin.

Die Frage ist nur: ist das gut? Ist das wirklich auf Dauer gut wenn man soviel arbeitet? Wenn man sich wirklich oftmals soviel zumutet dass es doch eigentlich an einem Tage gar nicht zu schaffen ist. Vor ein paar Monaten habe ich extremst an dem Blog gearbeitet das ich sogar von dem ganzen Stress, welchen ich mir selbst gemacht habe, eine Schreibblockade im Arm bekommen habe – ich habe meine Finger geschweige denn meine Arme nicht mehr gefühlt. Oftmals frage ich mich auch: Caroline warum machst Du das alles? Warum gehe ich nicht einfach irgendwo arbeiten in einer Marketingbude oder so von 08:00 – 16:00 H und gehe dann nach Hause und habe Feierabend. Nein ich schleppe die Themen der Firma und des Blogs mit nach Hause und bequatsche alles erlebte mit meinem Mann, meinem Geschäftspartner, nochmal durch – wir treffen Entscheidungen oftmals beim Abendessen zu Hause oder im Pyjama auf der Couch. Sonntage? Kenne ich nicht – Sonntag ist Arbeiten am Blog angesagt und mein Mann schreibt die Angebote an die Kunden die in der Woche liegen geblieben sind.

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24 H, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr – Arbeiten; und das auch wenn wir in unserer zweiten Heimat Malta sind. Selbst da keine Spur von Abschalten; immer wieder dreht sich der Kopf um die Arbeit. Macht mich das glücklich? Ich sage ganz klar JA – ich brauche das, daher gebe ich ehrlich zu das ich nach Arbeit süchtig bin. Ich würde arbeiten bis ich krank werde; habe ich ja bereits ohne Rücksicht auf alles – auf jeden. Keine Hindernisse, kein Nein – ich arbeite einfach jeden Tag aufs Neue in der Hoffnung das sich das alles einfach endlich mal auszahlt. Genau das ist die Frage die mich die letzte Zeit ehrheblich beschäftigt – so sehr beschäftigt dass ich denke das es vielleicht Zeit wird mit allem aufzuhören und nur noch das Leben zu geniessen. Braucht man viel zum Leben? Nein eigentlich nicht, denn diese ganzen Kosumgüter sind doch echt nur reiner Luxus. Eigentlich reicht ein Dach über den Kopf und seine Lieben und natürlich was zu Essen und zu trinken – aber ich brauche nicht 100 Taschen und Schuhe – warum kaufe ich mir nur das alles? Ich glaube die Frage kann sich niemand so richtig beantworten. Vielleicht ist es auch die Belohnung für meine Arbeit die ich mir selber gebe – meine kleine Auszeit in Form von neuen Schuhen und Co. Der kleine Sonntagstrip nach Roermond ins Designer Outlet gleicht schon einem Urlaub in die Karibik. Voller Vorfreude fährt man morgends schon recht früh hin und kommt abends mit vollem Kofferraum wieder, ist fix und fertig aber glücklich – glücklich über das Paar Sneaker Nummer 50. Genau das ist die Form von Auszahlen derzeit, nämlich die, das es ich mir leisten kann mir Luxusgüter / KOnsumgüter zu kaufen.

Egal ob Sucht oder doch keine Sucht, sondern die einfache Normalität wenn man seinen Job gerne macht – man sollte stetig glüklich sein Arbeiten zu dürfen – doch es wäre ab und zu doch mal schön auch ein bisschen mehr Anerkennung zu bekommen, sei es von Kunden, Kooperationspartnern, von seinem Chef oder wem auch immer; denn dies ist der Push den wir benötigen um immer weiter nach vorne zu wollen und dies jeden Tag aufs Neue.

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Caroline
Caroline Kynast ist die Gründerin und Bloggerin hinter CAROLINEKYNAST , einem Fashion- und Streetstyle Blog aus Deutschland.

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